BAV-Rechner - Altersvorsorge mit Rentenverlust!

Bei einer betrieblichen Altersvorsorge ist die Entgeltumwandlung die am häufigsten anzutreffende Finanzierung. Hierbei verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Einkommens zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung.

Fast jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Entgeltumwandlung (§ 1a BetrAVG) bis zu 4% des Betrags der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der gesetzlichen Rentenversicherung. Da die Entgeltumwandlung steuerliche Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringt (keine Lohnsteuer und keine Sozialabgaben in der Ansparphase), ist diese Variante scheinbar sehr vorteilhaft. Aber lohnt es sich wirklich?

Falls das Jahreseinkommen und die jährliche Entgeltumwandlung die Bemessungsgrenzen der Rentenversicherung übersteigt, entsteht kein Rentenverlust!

Rechnen Sie mit Ihren Zahlen den Verlust bei einer Gehaltsumwandlung aus. Tragen Sie Ihre Daten in die entsprechenden Felder ein und betätigen Sie die Taste "berechnen"! Die Ergebnisse werden bei jeder neuen Eingabe oder Änderung automatisch gelöscht!

Monatliche Entgeltumwandlung   €
Zeitraum   Jahre
Rentenanpassung pro Jahr   %
 
 
 
Monatliche Einsparung RV-Beitrag   €
Fehlendes RV-Brutto nach dem Zeitraum   €
Fehlende Entgeltpunkte 
Rentenwert im Verrentungsjahr   €
Dauerhafter monatlicher Rentenverlust   €


Rahmendaten (alte Bundesländer)

Durchschnittliches Jahresarbeitsentgelt:
Bemessungsgrenze Rentenversicherung:
Rentenwert:


Beispiel

Wenn z.B. ein 35-jähriger verheirateter Arbeitnehmer mit 3000 € Monatseinkommen eine Gehaltsabtretung von 200 € monatlich vereinbart, spart er den anteiligen Rentenversicherungsbeitrag. Nach 32 Jahren fehlen allerdings rententechnisch 76800 € in der Einkommensbilanz (RV-Brutto). Bei moderaten Rentenanpassungen (1,1% pro Jahr) ergibt sich daraus ein Rentenverlust von ca. 90 €!

Der errechnete Rentenverlust kann nur ein Schätzwert sein, da sich auch die Durchschnittseinkommen ändern, die jährliche Rentenanpassung über einen grossen Zeitraum kaum zu kalkulieren ist und die Entgeltumwandlung in vielen Fällen vertragsabhängig an die Gehaltsentwicklung anpasst sein kann.


Alternative Sparplan

Der Gehaltsverzicht von monatlich 200 € in der Steuerklasse III ergibt einen Nettoverlust von ca. 110 €.

Wer auf diese Form der Altersvorsorge verzichtet hat 110 € monatlich für eine konventionelle Kapitalanlage zur Verfügung.
Nach 32 Jahren (dann ist der Beispielarbeitnehmer 67) und einem angenommenen Zinssatz von 2,5% ergibt sich mit Berücksichtigung der Abgeltungssteuer eine Nettoansparsumme von 63130 €. Aus diesem Kapital können über 15 Jahre monatlich 415 € zur Lebensverbesserung abgezogen werden. Mit dem nicht entstandenen Rentenverlust von 90 € hätte der Arbeitnehmer 505 € mehr ... risikolos, steuer- und sozialabgabenfrei!

Bei einer konventionellen Geldanlage zur Altersabsicherung können Sie jederzeit zum Anbieter mit den besseren Konditionen wechseln, haben im Notfall immer Zugriff ohne Verluste, zahlen auf das entnommene Geld im Alter keine Steuern und Sozialabgaben und machen sogar noch Ihren Erben ein Geschenk, wenn Sie das Kapital nicht aufgebraucht haben ... dem Versicherungsmakler machen Sie mit der Entscheidung natürlich keine Freude!

Vergleichen Sie das Angebot des Versicherers (nur das garantierte Ergebnis zählt) mit diesem Ansatz. Die Rente aus der Direktversicherung muss versteuert werden und auch Kranken-und Pflegeversicherung fallen im vollen Umfang an!


Betriebliche Altersvorsorge, Sicherheit

Die Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge können mitgenommen werden wenn der Arbeitnehmer den Arbeitgeber wechselt. Auch bleibt das investierte Geld bei Bezug von Arbeitslosengeld II unangetastet.

Bei der Direktzusage gibt es zwei Auszahlungsmöglichkeiten. Je nach Vereinbarung kann es eine lebenslange Rente oder eine einmalige Zahlung sein. Prüfen Sie mit realistischen Annahmen welche Version für Sie günstiger ist. Falls Ihr Arbeitgeber insolvent wird, übernimmt der Pensionssicherungsverein (PSV) die Zahlungsverpflichtung.


Ermitteln Sie die Zahlen mit Ihren Randbedingungen und prüfen Sie kritisch die Berechnungen Ihres Geldinstituts oder eines Versicherers. Auf den monatlichen Rentenverlust durch fehlende Einzahlungen wird man Sie vermutlich nicht hinweisen!

Achtung: Altersvorsorge ist ein großes Geschäft ist, an dem viele verdienen ... also ... nicht jede Beratung ist selbstlos!

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