Gleitzone, Midijob

Ab 450,01 € ist eine Beschäftigung nicht mehr sozialversicherungsfrei. Die Sozialabgaben würden abrupt ansteigen. Um diese Belastung zu mildern wurde die sogenannte Gleitzone (Übergangsbereich) eingeführt. Der Gleitzonenbereich war bisher 450,01 € bis 850 € (1300 € ab 1.Juli 2019).
Im unteren Bereich der Gleitzone sind die Sozialabgaben stärker reduziert als im obenen Bereich der Gleitzone, die einen fließenden Übergang zu den normalen Beitragssätzen hat.
Ihre Angaben
Berechnungszeitraum

Bruttomonatslohn
Steuerklasse 

Bundesland 

KV-Zusatzbeitragssatz
%

Kinderlos und über 23 Jahre
Kirchensteuer


Ihr Ergebnis
Lohnsteuer

Solidaritätszuschlag

Kirchensteuer

Krankenversicherung
KV-Zusatzbeitrag
Pflegeversicherung
Rentenversicherung
Arbeitslosenversicherung

Nettolohn


Steuern

Gleitzonenentgelt für Sozialabgaben
Summe Sozialabgaben



Rahmendaten

Beitragssatz Rentenversicherung:
Beitragssatz Krankenversicherung:
Beitragssatz Pflegeversicherung:
Zuschlag Pflegeversicherung:
Obergrenze der Gleitzone:


Grundlagen Gleitzonenrechner

Bis zum Inkrafttreten der Regelung stieg bei einem Wechsel vom Minijob in besser bezahlte Arbeit durch die Sozialversicherungspflicht die Abgabenbelastung von 0 % auf rund 21 % des Bruttoverdienstes an. Deshalb ist für Arbeitsentgelte oberhalb der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von 450,01 € ein Übergangsbereich eingerichtet worden.
Für diesen Bereich gelten Sonderregelungen der Sozialversicherung. Die Beitragsbelastung für den Arbeitnehmer ist geringer, da sich die Berechnung der Sozialabgaben nicht auf das Normalbrutto, sondern auf ein fiktives Arbeitsentgelt (Gleitzonenentgelt für Sozialabgaben) bezieht. Diese Grenze wird jedes Jahr angepasst.


Anwendung der Gleitzonenregelung

Meine Rechnerseite konzentriert sich auf die Berechnung Ihres Nettolohns im Gleitzonenbereich (Midijob). Auf Wikipedia finden Sie dann erstklassige, immer aktuelle Informationen zu diesem Thema. Man muß das Rad folglich nicht zweimal erfinden ;-)


Ausschnitt Wikipedia

Ein Midijob liegt vor, wenn

  • ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufgenommen wird,
  • die Beschäftigung nicht als Kurzarbeit, stufenweise Wiedereingliederung oder in Altersteilzeit liegt oder der Berufsausbildung (sowie einiger Praktika) dient, und
  • das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt zwischen 450,01 € und 1300 € liegt.
Zum regelmäßigen Arbeitsentgelt gehören auch Einmalzahlungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Wird Arbeitsentgelt nicht durchgehend in gleicher Höhe bezahlt, wird der Durchschnitt berechnet.

Bei mehreren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen muss die Bruttolohn-Summe im Übergangsbereich liegen, andernfalls wird die normale Beitragsberechnung angewandt. Minijobs und Beamtenbezüge werden nicht mitgerechnet.

Die Beiträge werden jeweils für Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung getrennt berechnet.

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