Grundrente, Geringverdiener.

Profitieren Sie von der geplanten Grundrente ab 2021? Brauchen Sie nach der Einführung keine Grundsicherung mehr und ersparen Sie sich den (unangenehmen) Behördengang? Das Streitthema Bedürftigkeitsprüfung wurde am 10.11.2019 beigelegt. Die Grundrente wird bis zu einem monatlichen Einkommen von 1250 € für Alleinstehende und 1950 € für Paare gezahlt. Das Einkommen ist das zu versteuernde Einkommen (Mieteinnahmen, private Renten ...). Rentenversicherung und Finanzbehörden werden entsprechende Daten austauschen.

Eckdaten:

  • 35 Beitragsjahre sind die Voraussetzung für den Anspruch auf Grundrente
  • Kindererziehung und Pflegezeiten von Angehörigen werden angerechnet
  • Anspruch haben auch bestehende Rentenbezieher
  • Wohneigentum und Vermögen werden nicht angerechnet
  • Es wird eine Einkommensprüfung vorgenommen (steuerlich relevante Einnahmen)
Berechnen Sie Ihre Rente mit dem Grundrenten-Rechner. Alle Einnahmen sind Bruttowerte!
Ihre Angaben
Beitragspflichtiges Bruttoeinkommen
€ / Jahr
Erwerbstätigkeit
Jahre
Arbeitsort


Familienstand

Einnahmen, Mieten, weitere Renten
€ / Monat

Ihr Ergebnis
Gesetzliche Rente

Grundrente

Bruttorente

Kranken- und Pflegeversicherung

Nettorente



Monatliches Gesamteinkommen
nach Verrentung (Brutto)

Rahmendaten West / Ost

Bemessungsgrenze Rentenversicherung:
Durchschnittseinkommen:
Rentenwert:


Berechnungsgrundlage

Wenn Sie 35 Jahre Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt haben erhalten Sie die Grundrente. Es zählen auch rentenrechtliche Zeiten wegen Bezug von Leistungen bei Krankheit und Zeiten wegen Kindererziehung und Pflege. Die Entgeltpunkte für die Bewertungszeiten der Grundrente (35 Jahre) werden dann aufgewertet.

Für jedes Arbeitsjahr werden Entgeltpunkte ermittelt, die über den Beschäftigungszeitraum addiert werden. Das Durchschnittseinkommen ist dabei die entscheidende Größe. 2019 ist das Durchschnittseinkommen im Westen 38.901 €, damit würden Sie einen Entgeltpunkt erhalten. Ein Entgeltpunkt bringt (2019) 33,05 € Rente.


Mindestlohn und Grundrente

Wenn Sie einen Mindestlohn von 9,19 € bekommen, haben Sie bei 40 Arbeitsstunden pro Woche ein Jahreseinkommen von 19.116 €. Mit diesem Einkommen erzielen Sie jedes Jahr 19.116 € / 38.901 € = 0,4914 Entgeltpunkte. Nach 45 Jahren hätten Sie damit eine Rente von 0,4914 x 45 x 33,05 € = 731 € erarbeitet ... in der heutigen Zeiten (Mietkosten) nicht sehr viel. Sie müßten Grundsicherung beantragen, obwohl Sie in Ihrem Arbeitsleben mit Arbeitgeberanteil 160.000 € in die Rentenkasse eingezahlt hatten!
Mit der Grundrente (Entwurf) hätten Sie eine Aufstockung um 357 € und kommen auf 1088 € ... besser, aber auch kein Reichtum!


Einkommensüberprüfung

Am 10.11.2019 haben sich CDU und SPD beim Thema Bedürftigkeitsprüfung endlich geeinigt. Die Bedürftigkeitsprüfung ist vom Tisch, statt dessen gibt es eine Einkommensüberprüfung auf Grundlage der Finanzamtsdaten. D.h. ein Sparkonto mit z.B. 100.000 € hat keine Relevanz. Wenn Sie aber neben der Rente noch Mieteinahmen (die immer steuerlich ausgewiesen werden müssen) haben, werden diese Einnahmen bis auf einen Freibetrag Ihrer Rente hinzugerechnet und die Grundrente fällt entsprechend geringer aus. Die Zahlen (Freibetrag) sind noch nicht veröffentlicht.

Stichworte: Respektrente, Grundrente, SPD, CDU, Onlinerechner, Geringverdiener

Ein Bundestagsabgeordneter (Volksvertreter), immerhin ein Entscheidungsträger, hat nach 4(!) Jahren einen Pensionsanspruch von 1080 € ohne einen Cent dafür eingezahlt zu haben!


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