Mehrwertsteuer

Der Begriff Mehrwertsteuer ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Umsatzsteuer mit der der Staat den Austausch von Leistungen besteuert. Bei einer rein wirtschaftlichen Betrachtung ist die Umsatzsteuer aber eine Verbrauchsteuer, weil sie den Endabnehmer belastet! Bemessungsgrundlage ist der Erlös, den ein Unternehmer für seine Leistungen im Inland erzielt. Damit ist die Umsatzsteuer formal und gesetzestechnisch eine Verkehrsteuer. (Besteuerung des Wirtschaftsverkehrs)

Ihre Angaben
Mehrwertsteuersatz

Vorgabe

Betrag


Ihr Ergebnis
Bruttopreis
Mehrwertsteuer
Nettopreis


Beispiel einer Wertschöpfungskette (Wikipedia).

Zulieferer Z verkauft an den Produzenten P Zutaten für 15 €. P stellt daraus eine Ware her, die er dem Großhändler G für 60 € liefert. Dieser verkauft die Ware an den Einzelhändler E zu 75 €. Einzelhändler E schließlich veräußert diese Ware an den Endverbraucher für 100 €.

Bei der Betrachtung des E wird die Funktionsweise der Umsatzsteuer klar:

  • Der Verbraucher (V) zahlt 100,00 € für die Ware an den Einzelhändler (E)
  • E hat die darin enthaltene USt von 15,97 € an das Finanzamt abzuführen
  • E seinerseits hat 75,00 € für die Ware an den Großhändler (G) gezahlt, worin 11,97 € USt enthalten sind
  • Diese Umsatzsteuer kann E als Vorsteuer von der an das Finanzamt abzuführenden USt abziehen
  • Effektiv zahlt E 4,00 € an das Finanzamt.
Damit wird deutlich, dass der Endverbraucher die gesamte Steuerlast wirtschaftlich trägt (von Z 2,39 € + von P 7,19 € + von G 2,39 € + von E 4,00 € = 15,97 €), da er die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer geltend machen kann, obwohl die einzelnen Beträge von unterschiedlichen Teilen der Wertschöpfungskette abgeführt werden.


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