Lohnpfändung

Lohnpfändung oder Gehaltspfändung ist ein effizientes Mittel für den Gläubiger um bereits an der Einkommensquelle sein Geld zu holen. Welcher Betrag kann gepfändet werden? Die Berechnung wird immer in 10 €-Stufen durchgeführt.
Mögliche Unterhaltsberechtigte sind: Ehegatte, Kinder, Lebenspartner, frühere Lebenspartner/Ehegatte, evtl. auch Eltern oder Großeltern.

Ihre Angaben
Monatliches Nettoeinkommen

Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen

Ihr Ergebnis
Pfändungsbetrag 

Rahmendaten

Monatliche Pfändungsfreigrenze (Grundfreibetrag)
Vollständig pfändbar ist der Teil des monatlichen Arbeitseinkommen über

Bei einer Entgeltumwandlung wird die reduzierte Höhe des Nettoeinkommens als pfändbarer Arbeitslohn angenommen. Dieses gilt nur wenn die Entgeltumwandlung vor der Pfändung erfolgt ist. Wenn die Entgeltumwandlung allerdings nur erfolgte um die Unterhaltsverpflichtungen klein zu halten, ist dieses sittenwidrig!

Bei einer privaten Krankenversicherung werden nicht die vollen Kosten der PKV berücksichtigt. Die Berechnung des maßgeblichen Nettoeinkommens erfolgt mit den Sätzen der gesetzlichen Krankenversicherung.


Pfändung von Sonderzahlungen

Unpfändbar sind nach §850a ZPO:
  • Weihnachtsvergütungen bis 50% des monatlichen Arbeitseinkommens, höchstens aber bis zum Betrag von 500 €,
  • 50% des Arbeitseinkommen durch Mehrarbeitsstunden,
  • Urlaubsgeld, wenn es den Rahmen des Üblichen (ein Monatsgehalt) nicht übersteigt,
  • Aufwandsentschädigungen, Auslösungsgelder und sonstige soziale Zulagen für auswärtige Beschäftigungen


Pfändungssicheres P-Konto

Seit dem 1. Juli 2010 können Verbraucher ein pfändungssicheres Konto (P-Konto) einrichten. Die rechtlichen Grundlagen findet man im §850k der Zivilprozessordnung (ZPO). Die unpfändbaren Beträge sind die oben genannten Freibeträge

Das P-Konto ist kein neues Girokonto, sondern nur eine Umwandlung des bestehenden Kontos bei Ihrer Bank oder Sparkasse. Die Bankverbindung (BLZ, Kontonummer) bleibt also bestehen. Diese Wandlung der Girokontos in ein P-Konto ist nicht auf den Kontoauszügen vermerkt.
Da das P-Konto auf Anfrage der Schufa gemeldet werden darf, entstehen eventuell Auswirkungen auf die Bonität des Inhabers.


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