Vorzeitige Rente, Verluste

Die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt wird bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Wer auch zukünftig ab dem vollendeten 63. Lebensjahr die vorgezogene Altersrente für langjährig Versicherte in Anspruch nehmen will (Voraussetzung: 35 Versicherungsjahre), muss mit höheren Rentenverlusten als bisher rechnen.

Dass bei einer vorzeitigen Verrentung Abschläge (0,3% pro Monat) entstehen ist allgemein bekannt, aber wie hoch sind die Verluste wegen fehlender Einzahlungen in die Rentenversicherung?

Für die Berechnung sollte der Rentenbescheid vorliegen, den Sie jährlich von der Deutschen Rentenversicherung bekommen.

Ihre Angaben
Geburtsdaten
Aktuelles Monatsgehalt (brutto)
Rentenanwartschaft

Neue Bundesländer

Ihr Ergebnis


Verlust durch fehlende Einzahlungen

Zwischensumme




Rentenverlust



Wenn Sie keinen Rentenbescheid haben, können Sie die Rentenanwartschaft mit der "Heydornschen Faustformel" überschlägig berechnen. Die bisher erdiente Rente ist das durchschnittliche Monatsbruttoeinkommen im Betrachtungszeitraum dividiert durch hundert und multipliziert mit den bisherigen Arbeitsjahren.

Tragen Sie Ihre Daten in den Minirechner ein. Die Rente wird automatisch bei jeder Änderung angezeigt!

Mittleres Monatsbrutto €
Zeitraum Jahre
Rentenanwartschaft €

Das Ergebnis ist ein hinreichend genauer Schätzwert.

Rahmendaten

(alte Bundesländer / neue Bundesländer)
Bemessungsgrenze Rentenversicherung:
Durchschnittseinkommen:
Rentenwert:

Ausnahmen und Vertrauensschutz

  • Die Mindestaltersgrenze für die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteil­zeitarbeit wurde bereits von 60 auf 63 Jahre stufenweise angehoben. Wer ab Dezember 1948 geboren ist, kann mit Abschlägen frü­hestens mit 63 Jahren in Rente gehen.

  • Die Altersrente für Frauen kann mit Abschlägen mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden. Allerdings gilt diese Regelung nur für bis 1952 geborene Versicherte.

  • Die Altersrente für langjährig Versicherte kann mit Abschlägen ab dem 63. Geburtstag beginnen.

  • Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen kann mit Abschlägen ab dem 60. Geburtstag beginnen. Diese Mindest­altersgrenze wird ab dem Geburtsjahrgang 1952 schrittweise von 60 auf 62 Jahre ange­hoben.

Die Verluste bei vorzeitiger Verrentung können erheblich sein. Wenn Sie also früher gehen wollen, sollten Sie privat vorsorgen oder den Verlust durch eine Einmalzahlung ausgleichen! Nutzen Sie rechtzeitig die Möglichkeiten staatlicher Fördermaßnahmen zur Eigensicherung.


Hinzuverdienst vor der Regelaltersgrenze

Wenn Sie eine vorgezogene Altersrente ohne Kürzung erhalten möchten, dürfen Sie die Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € pro Jahr nicht überschreiten.
Wenn Sie diese Grenze überschreiten, wird ein Zwölftel des Überschreitungsbetrags zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Ihre Rente wird gekürzt!

Beispiel:
Sie erhalten eine vorgezogene Altersrente von 900 € und nehmen eine Teilzeitbeschäftigung mit monatlich 800 € an. Damit liegen Sie jährlich 3.300 € über der Hinzuverdienstgrenze. Die monatliche Rente wird um 110 € gekürzt!

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