Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit ist eine Möglichkeit für Unternehmen, bei schwieriger Wirtschaftslage Kündigungen zu vermeiden. Der durch Kurzarbeit entstehende Verdienstausfall wird unter Progressionsvorbehalt durch das vom Staat gezahlte Kurzarbeitergeld (Kug) in gewisser Höhe ausgeglichen. Zuständig ist die Bundesagentur für Arbeit.

Ihre Angaben
Sollentgelt im Kalendermonat (brutto) 

Istentgelt im Kalendermonat (brutto) 

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Wo sind Sie beschäftigt

Kinder auf der Lohnsteuerkarte

Ihr Ergebnis
Kurzarbeitergeld 

Rahmendaten

Bemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung:
Bemessungsgrenze Rentenversicherung (alte Bundesländer):
Bemessungsgrenze Rentenversicherung (neue Bundesländer):

Voraussetzungen Kurzarbeitergeld

Ein Unternehmen kann Kurzarbeit anmelden:
  • Bei einen "erheblichen Arbeitsausfall", der auf wirtschaftlichen oder unabwendbaren Gründen resultiert.
    Der darf nur Arbeitsausfall vorübergehend sein und eine Besserung der Lage soll in Aussicht sein.
  • Der Arbeitsausfall ist nicht vermeidbar.
  • Mindestens ein Drittel der beschäftigten Arbeitnehmer verliert mindestens zehn Prozent des Bruttoentgelts.
  • Der Arbeitsausfall ist der Arbeitsagentur mit einer Stellungname des Betriebsrates schriftlich anzuzeigen.
Kurzarbeit mit der Folge des Wegfalls des Vergütungsanspruchs darf der Arbeitgeber nur anordnen, wenn dies in einem Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder in einer Individualvereinbarung (Arbeitsvertrag) vereinbart worden ist.
In Betrieben mit Betriebsrat ist die Anordnung von Kurzarbeit darüber hinaus nur wirksam, wenn der Betriebsrat der Kurzarbeit zugestimmt hat.


Leistungen Kurzarbeitergeld

Zusätzlich zu dem durch Kurzarbeit reduzierten Arbeitsentgelt erhält der betroffene Arbeitnehmer je nach Familienstand während des Bezugszeitraums des Kurzarbeitergelds von der Bundesagentur Leistungen in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz (§ 178 SGB III). Bei der Ermittlung der Nettoentgelte wird für den Sozialversichungsabzug pauschal 21% des jeweiligen Bruttoentgelts angesetzt! Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherungsbeiträge werden weitergezahlt, so dass der Arbeitnehmer dort keine Ansprüche verliert. Für die Zeit, die der Arbeitnehmer tatsächlich beschäftigt ist, muss er die Sozialversicherungsbeiträge aber wie üblich anteilig tragen.


Bezugsdauer Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit ist grundsätzlich auf 6 Monate begrenzt. Liegen jedoch außergewöhnliche Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt vor, kann sie durch Rechtsverordnung auf bis zu 24 Monate ausgedehnt werden. Für die Jahre 2013 und 2014 gilt eine auf 12 Monate verlängerte maximale Bezugsdauer.

Die Bezugsdauer gilt einheitlich für alle im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer. Bei zusammenhängenden Unterbrechungen des Kurzarbeitergeldes von einem Monat verlängert sich die Bezugsdauer entsprechend, bei einer mindestens dreimonatigen zusammenhängenden Unterbrechung beginnt die Bezugsdauer neu.

Die Agentur für Arbeit kann Bezieher von Kurzarbeitergeld vorübergehend in eine andere Arbeit vermitteln (Zweitarbeitsverhältnis). Die Arbeitnehmer sind verpflichtet, sich auf Aufforderung bei der Arbeitsagentur zu melden und eine angebotene zumutbare Beschäftigung anzunehmen. Treten sie eine solche Beschäftigung ohne wichtigen Grund und trotz Belehrung über die Rechtsfolgen nicht an, wird das Kurzarbeitergeld in der Regel für die Dauer von 3 Wochen versagt (Sperrzeit). Der Verdienst aus dem Zweitarbeitsverhältnis erhöht das Ist-Entgelt des Arbeitnehmers, dieser erhält dadurch weniger Kurzarbeitergeld.


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