Sie wollen ohne Verluste früher aus dem Berufsleben ausscheiden? Ein Zeitwertkonto ist ein flexibles Werkzeug für die Umsetzung.
Grundsätzlich
Ein Zeitwertkonto (auch Wertguthaben- oder Lebensarbeitszeitkonto genannt) ist ein flexibles Arbeitszeitmodell in Deutschland, mit dem Arbeitnehmer Arbeitszeit oder Gehaltsbestandteile ansparen, um daraus später eine bezahlte Freistellung zu finanzieren.
Funktionen
Ansparphase
Sie zahlen Teile Ihres Bruttogehalts, Überstunden, Bonuszahlungen oder Urlaubstage auf das Konto ein. Die Einzahlungen erfolgen steuer- und sozialabgabenfrei (Brutto-Ansparung).
Entnahmephase
In der Freistellungsphase wird das angesparte Guthaben als regelmäßiges Gehalt ausgezahlt. Das Arbeitsverhältnis und der Sozialversicherungsschutz bleiben während dieser Zeit bestehen.
Rechtliche Grundlage
Geregelt ist das Wertguthaben im Sozialgesetzbuch (§ 7b ff. SGB IV), wobei eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber notwendig ist und eine gesetzliche Insolvenzsicherung vorgeschrieben ist.
Verwendungszweck
Sabbatical oder längere Weltreise
Pflegezeit für Angehörige
Elternzeit oder Weiterbildungen
Vorruhestand gleitender Übergang in den Ruhestand
Vorteile und Nachteile
Für Arbeitnehmer
- Mehr Zeitautonomie und finanzielle Absicherung in Auszeiten
- Steuerersparnis in der Ansparphase
Für Arbeitgeber
- Stärkt die Mitarbeiterbindung und macht das Unternehmen attraktiver
- Hilft bei der flexiblen Steuerung der Altersstruktur
- Nachteile: Hoher administrativer Aufwand, Kontoverwaltungsgebühren und Pflicht zur Insolvenzsicherung.
Nettoeinkommen in der Freistellungsphase
Für die Berechnung des Nettoverzichts sollten Sie meinen
Gehaltsrechner nutzen. Bei 3000 € Bruttoeinkommen und 300 € Einzahlung in des Zeitwertkonto hat ein Verheirateter 2026 in der Steuerklasse III einen Nettoverlust von 200 €.
Es gilt steuerrechtlich das Zuflußprinzip ... die Steuern fallen erst an, wenn es in der Freistellungsphase ausgezahlt wird.
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